„Unser Kreis ans Netz“ im Dialog mit Landratskandidaten
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- Veröffentlicht am Donnerstag, 19. April 2012 23:01
Nachdem die Initiative „Unser Kreis ans Netz“ bereits im März diesen Jahres eine Anfrage an die Landratskandidaten gestellt hatte, meldete sich Hartmut Holzhey schnell mit Gegenfragen, welche in einem ersten Treffen zwischen der Initiative, vertreten durch den Sprecher Alexander Zeuner und Mitstreiter Reinhard Schneider, mit dem Landratskandidaten geklärt wurden. Alexander Zeuner zeigt sich verblüfft: "Mit einer solchen Reaktion haben wir nicht gerechnet, gezielte Nachfragen zu Lösungsmöglichkeiten und technischen Hintergründen haben eine konstruktive Diskussion ermöglicht und lassen die Initiative im Fall eines Wahlerfolges von Herrn Holzhey positiv in die Zukunft blicken".
Marion Philipp als aktuelle Landrätin hat die Anfrage der Initiative schriftlich beantwortet und ist der Meinung, dass bereits alle Orte des Landkreises per Mobilfunk mit Internet versorgt sind. Ein Trugschluss, wie die aktuelle Versorgungslage zeigt. Zudem blendet diese Meinung aus, dass Tarife für Internet über Mobilfunk nur über ein begrenztes Volumen verfügen, wo die volle Geschwindigkeit anliegt. Danach wird man auf typischerweise Modem-Geschwindigkeit gedrosselt.
Dazu die Landrätin: "Dieser Sachverhalt ist in der vorgenommenen uneingeschränkten Darstellung nicht bekannt. In der Entscheidung zur Tarifwahl ist jeder Marktteilnehmer frei."
Reinhard Schneider, welcher als langjähriges Mitglied der Initiative bei vielen Veranstaltungen zum Thema dabei war, findet diese Art der Beantwortung bürgerfern. Er kritisiert zudem, dass es seit 2009, auch nach mehrmaliger Anfrage, noch kein direktes Gespräch mit Frau Philipp zum Thema Breitbandversorgung im Landkreis gab.
Abschließend fasst Alexander Zeuner zusammen: "Aufgrund des fehlenden Einsatzes und der ausweichenden Antworten von Marion Philipp sehen wir im Fall einer Wiederwahl kaum Chancen auf eine angemessene Beteiligung unserer Initiativenarbeit und damit verbunden ungenutzte Potentiale beim Ausbau einer der wichtigsten Infrastrukturen im Landkreis." Zu Hartmut Holzhey ergänzt Zeuner: "Im Gespräch mit Herrn Holzhey haben wir keine Versprechungen hinsichtlich einer aktiven Beteiligung des Landkreises beim Breitbandausbau erwartet. Wir freuen uns jedoch, dass man auf Augenhöhe wahrgenommen wird. Zudem zeigte Hartmut Holzhey sich im Falle eines Wahlerfolges offen, bei künftigen Schritten im Bezug auf die Breitbandversorgung, die Initiative mit einzubeziehen.
OTZ: Schnelles Internet für Saalfelder Umland
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- Veröffentlicht am Donnerstag, 29. März 2012 21:01
Die Ortschaften Leutenberg, Drognitz, Wurzbach und Remptendorf schließen eine Zweckvereinbarung zum Breitbandausbau. Für 30 Ortsteile mit knapp 1500 Haushalten soll sich damit die Lebensqualität verbessern.
Saalfeld. Den gemeinsamen und umfassenden Breitbandausbau im Raum Leutenberg/Wurzbach/Drognitz/Remptendorf haben sich die Bürgermeister und die Parlamente der vier Städte und Gemeinden zum Ziel gesetzt. Mit einer Zweckvereinbarung wurde der kreisübergreifende Pakt gestern in Saalfeld auch offiziell besiegelt.
"Wir hoffen, dass die Zusammenarbeit über Gemeinde- und Kreisgrenzen hinweg positiven Einfluss auf den Prozentsatz der Förderung hat", sagte Thomas Franke, Bürgermeister von Remptendorf. Gemeinsam mit seinem Wurzbacher Amtskollegen Jan Schübel machte er sich nach der Unterzeichung in Saalfeld auf den Weg nach Erfurt, um dort die Modalitäten zu klären.
Geht der Plan der Bürgermeister auf, gibt es für 30 Ortsteile mit knapp 1500 Haushalten schon bald schnelles Internet frei Haus. Bis zu 50 MBit soll die Übertragungsgeschwindigkeit betragen. Damit werde sich auch die Lebensqualität verbessern. "Man kann rüberbringen, dass diese und jene Straße noch nicht gebaut wurde. Aber vor allem jungen Leuten ist es nicht vermittelbar, dass sie auf dem Dorf von der Datenautobahn abgehängt werden", sagte Franke.
Nachdem alle vier Stadt- und Gemeinderäte dem Verfahren im Grundsatz zugestimmt haben, läuft gegenwärtig die Ermittlung des Bedarfs in den einzelnen Ortsteilen. In Lothra wollen beispielsweise 28 von 40 Haushalten nicht auf den schnellen Internetzugang verzichten, in Titschendorf sind es gar 85 Prozent der Haushalte. Anderenorts soll durch gezielte Werbung nachgebessert werden, in einigen Drognitzer Ortsteilen steht die Befragung noch komplett aus. "Je mehr Interessenten es gibt, desto kleiner ist die Wirtschaftlichkeitslücke", so Franke.
Ein Interessenbekundungsverfahren soll nach Abschluss der Bedarfsermittlung klären, wer den Auftrag bekommt. Das am Ortseingang ankommende Signal soll dann über das Kabelnetz der Telekom an die Haushalte verteilt werden. Inwieweit vorhandene Leerrohrsysteme oder Mittelspannungsleitungen der Energieversorger mit genutzt werden, muss die Firma entscheiden, die den Auftrag bekommt, sagte Dr. Fred Harnisch, der als Inhaber eines Ingenieurbüros in Weisbach und Mitglied im Gemeinderat Remptendorf die Planungen begleitet.
Leutenbergs Bürgermeister Klaus-Dieter Marten (CDU) sagte, er sei froh, dass es diese Vereinbarung gebe, weil man so auf Landesebene eher gehört werde.
Gerechnet wird mit Investitionen von rund 200 000 Euro in allen vier Städten und Gemeinden. Im besten Fall soll die Förderung 90 Prozent betragen.
Thomas Spanier / 29.03.12 / OTZ
OTZ: Internetpioniere befragen die Kandidaten
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- Veröffentlicht am Mittwoch, 14. März 2012 22:00
Breitbandinitiative erstellt Fragekatalog
Saalfeld. Einen Katalog mit zehn Fragen zu verschiedenen Aspekten des Breitbandausbaus hat die Initiative "Unser Kreis ans Netz" an die drei Landratskandidaten verschickt.
Dazu erklärt Sprecher Alexander Zeuner: "Vor der nächsten Wahl muss deutlich gefragt werden, wer das Thema Infrastruktur stifmütterlich behandeln möchte. In Sachen Breitbandinfrastruktur gibt es trotz einzelner Verbesserungen keine klaren Ziele beim Leerrohrausbau oder dem Ausbau von Hochgeschwindigkeitsnetzen." Bei einer Glasfaserversorgung bis zu den Wohnhäusern sei man kein Stück weiter gekommen. "Eine Vielzahl von Straßen wurde grundhaft saniert, ohne mit Leerrohrsystemen die Grundlage für einen Glasfaserausbau zu schaffen," so Zeuner.
In der Anfrage kommt zudem die Rolle der kommunalen Eigenbetriebe zur Sprache, die Initiative fordert hier bereits seit Jahren mehr Aktivität. Gespräche zwischen der Initiative, den Stadtwerken und den Wohnungsbaugesellschaften blieben bisher ohne Ergebnisse.
Bereits im März 2011 hatte der Landkreis die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie veröffentlicht. Zeuner zeigt sich hierbei enttäuscht: "An den Kosten von ca. 60.000 Euro mussten sich auch die Kommunen im Landkreis beteiligen. Die Ergebnisse der Studie, besonders jedoch die Handlungsempfehlungen, wurden bis heute nicht den Gemeinde-, Kreis-, oder Stadtratsmitgliedern vorgestellt.". OTZ/TS
PM: "Unser Kreis ans Netz" stellt anspruchsvolle Anfragen an Landratskandidaten
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- Veröffentlicht am Montag, 12. März 2012 07:00
Mit viel Teamwork hat die Breitbandinitiative "Unser Kreis ans Netz" in den letzen Wochen an einer Anfrage bzgl. des Breitbandausbaus im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt gearbeitet, die Adressaten sind hierbei die Landratskandidaten Marion Philipp, Hartmut Holzhey und Wilfried Meißner. In 10 Fragen geht die Initiative auf verschiedene Aspekte zum Breitbandausbau ein.
Hauptverantwortlicher der Initiative Alexander Zeuner hierzu: "Vor der nächsten Wahl muss deutlich gefragt werden, wer das Thema Infrastruktur stiefmütterlich behandeln möchte. In Sachen nachhaltiger Breitbandinfrastruktur gibt trotz einzelner Verbesserungen, keine klaren Ziele beim Leerrohrausbau oder dem Ausbau von Hochgeschwindigkeitsnetzen." Weiter merkt Zeuner an: "Von einer Glasfaserversorgung bis zu den Wohnhäusern, man spricht von FTTH, sind wir im Landkreis kein Stück weiter gekommen, der Versorgungsgrad liegt weiter bei 0 Prozent. Eine Vielzahl von Straßen wurden grundhaft saniert, ohne mit Leerrohrsystemen die Grundlage für einen Glasfaserausbau zu schaffen.".
In der Anfrage kommt zudem die Rolle der kommunalen Eigenbetriebe zur Sprache, die Initative fordert hier bereits seit Jahren mehr Aktivität. Gespräche zwischen der Initiative, den Stadtwerken und den Wohnungsbaugesellschaften des Landkreises blieben bisher ohne Ergebnisse. Nach Auffassung der Initiative sollten sich in den nächsten Wochen auch die Kandidaten um das Bürgermeisteramt mit dem Thema auseinandersetzen.
Die Initiative sieht sich mit dem Besuch auf der Cebit in ihrer Ansicht bestätigt, nach Gesprächen mit der Breitbandinitiative des Landes Hessen wurde klar, dass Kommunen und Landkreise künftig über Solidar- und Regionalkonzept beim Breitbandausbau nachdenken müssen. Ein weiterer Weg wäre die Beteiligung der Bürger an einer Breitbandgesellschaft, Voraussetzung ist jedoch auch hier die Auseinandersetzung mit dem Thema Breitbandinfrastruktur.
Bereits im März 2011 hatte der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie veröffentlicht, Zeuner zeigt sich hierbei enttäuscht: "An den Kosten von ca. 60.000 Euro mussten sich auch die Kommunen des Landkreises beteiligen. Die Ergebnisse der Studie, besonders jedoch die Handlungsempfehlungen, wurden bis heute nicht den Gemeinde-, Kreis- oder Stadtratsmitgliedern vorgestellt.". Da auch in dieser Handlungsempfehlung die Einbeziehung von kommunalen Eigenbetrieben beim Breitbandausbau empfohlen wird, bisher jedoch noch keine Aktivitäten zu erkennen sind, sieht auch hier die Initiative ein weiteres Jahr als ungenutzt an.
Breitbandinitiative trifft sich zum nächsten Stammtisch in Schwarza
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- Veröffentlicht am Donnerstag, 01. März 2012 09:00
Mit dem ersten Stammtisch in Schwarza greift die Breitbandinitiative „Unser Kreis ans Netz“ die Versorgungsprobleme in und um Rudolstadt auf. Im Mittelpunkt der Diskussion soll hierbei der Ausbau in Unter- und Oberpreilipp aber auch in Cumbach stehen. Der Breitbandanbieter RIKOM GmbH spielt hier eine wesentliche Rolle, da er derzeit die Machbarkeit einer Versorgung in den betroffenen Ortsteilen prüft.
Zusammenfinden wird sich die Initiative am Samstag den 03. März 2012 um 18.00 Uhr in der Gaststätte „Nemo“, Werner-Seelenbinder-Straße 9 in Schwarza/Rudolstadt. Weiter steht aktuell auf der Abarbeitungsliste eine Anfrage, welche die Initiative an die Landratskandidaten richten möchte. Alexander Zeuner, als Sprecher der Initiative hierzu: „In den letzten Jahren haben wir im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt entscheidende Chancen beim Breitbandausbau verpasst. Aus unserer Sicht ist es daher erstrebenswert die Meinung der Landratskandidaten zur Breitbandversorgung und möglicher Ausbauschritte in Erfahrung zu bringen“.
Als organisatorischer Punkt steht zudem der kommende Besuch der Computerfachmesse Cebit auf dem Programm, diese werden Mitstreiter der Initiative am 10. März 2012 besuchen. Bei dieser Gelegenheit möchten die Mitglieder der Initiative technologische Entwicklungen beobachten und diese im Blick auf die Versorgungssituation im Landkreis bewerten. Zudem treffen sich in Hannover weitere Breitbandinitiativen aus gesamt Deutschland, Schirmherr ist hierbei der Bundesverband Initiative gegen digitale Spaltung -geteilt.de- e.V., welcher vor einem Jahr in Hermsdorf gegründet wurde und seit dem seinen Sitz im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt hat.
