Zusammenfassung des letzten Stammtisches

"Unser Kreis ans Netz"

Wie angekündigt erlebten wir zum letzten Stammtisch viel Abwechslung, am Ende jedoch alte Probleme mit nun neu diskutierten Ansätzen.

 

Durch die schwache Resonanz bezüglich des Vodafone LTE Angebotes konnte die Vorstellung der Messergebnisse am Stammtisch schnell erfolgen. Mit dem Wissen, dass trotze LTE und der Ausbau von Richtfunkstrecken kaum etwas für die Netze der nächsten Generation im Landkreis getan wird, stellten wir alte Fragen vorn an.

 

Eine wesentliche Frage richtet sich nun an die Kommunalpolitik  und die kommunalen Unternehmen im Landkreis. Netze der nächsten Generation bleiben nur finanzierbar, wenn frühzeitig bei Straßenbaumaßnahmen an Leerrohrsysteme gedacht wurde. "Unser Kreis ans Netz" kann ein entsprechendes Handeln bisher nicht erkennen, man hat sich nun darauf verständigt sich zunächst mit den Vorsitzenden der Kreisverbände in Verbindung zu setzen. In den nächsten Wochen soll eine überparteiliche Diskussion angestrengt werden.

 

Die letzten Mitteilungen durch die Pressestelle der Abgeordneten Carola Stauche (CDU) lagen den Mitstreitern der Initiative noch gut im Ohr. Ihre positive Haltung zur  Einführung des Universaldienstes und damit der Verpflichtung der Bereitbandanbieter zum Ausbau in nicht versorgten Regionen, findet in den Reihen der Initiative große Resonanz. Bei der Ausgestaltung empfehlen die Mitstreiter von "Unser Kreis ans Netz" die Stellungnahme zur Novellierung des Telekommunikationsgesetzes vom Bundesverband Initiative gegen digitale Spaltung -geteilt.de- umzusetzen. Einige Mitstreiter von "Unser Kreis ans Netz" wenden sich nun mit einem Schreiben an die Abgeordnete und bekräftigen diese Forderung.

 

 

Solarinitiative Rudolstadt

Erneuerbare Energien müssen nach der Abschaltung der Atomkraftwerke schnell ausgebaut werden, die Solarinitiative Rudolstadt sieht Möglichkeiten diesen Ausbau der regenerativen Energien auch umweltverträglich abzuwickeln. Eine wesentliche Rolle soll nach Meinung der Initiative hierbei die Photovoltaik/Solarstrom einnehmen. Eine dezentrale Energiegewinnung wird hierbei als besonders ökonomisch und ökologisch angesehen, somit kann der Netzumbau relativ klein gehalten werden. Voraussetzung hierfür ist natürlich die maximale Energiegewinnung vor Ort, die Initiative sieht hier Chancen für Eigenheimbesitzer, so kann heute fast jeder ohne Baugenehmigung eine Photovoltaikanlage auf seinem Dach installieren. Wie dies zu realisieren sei war hier die Frage vieler Teilnehmer, Johannes Reinhard konnte als Sprecher der Initiative hierzu jede Frage beantworten.

 

Fall das Dach des Eigenheims für eine Photovoltaikanlage nicht geeignet ist bieten sich weitere Möglichkeiten. Geschildert wurde anhand der Bürgersolaranlage Kirchhasel, die Möglichkeit durch den Zusammenschluss mehrerer Bürger eine Bürgersolaranlage zu errichten. Für eine Bürgersolaranlage oder auch Bürgersolarkraftwerk genannt, eignen sich meist große Dachflächen von öffentlichen Einrichtungen, Landwirtschaft- und Industriehallen. Derzeit ist die Solarinitiative auf der Suche nach interessierten Bürgern und weiteren Dachflächen.

 

 

Interessengemeinschaft gegen den Bau der 380KV Starkstromleitung von Halle nach Schweinfurt

Die Interessengemeinschaft gegen den Bau der 380KV Starkstromleitung von Halle nach Schweinfurt oder kurz Interessengemeinschaft "Achtung Hochspannung" zählt bisher 2.500 Mitstreiter aus Thüringen und Bayern. Eine Sprecherin legte zum Stammtisch von "Unser Kreis ans Netz" die Ziele der Interessengemeinschaft dar: "es gilt den generellen Bau der Trasse zu verhindern". In Frage gestellt wird hierbei der Sinn und Nutzen der geplanten Trasse. Das aktuelle Wissenschaftliche Gutachten zur Notwendigkeit der geplanten 380kV Verbindung im Raum Halle - Raum Schweinfurt stärkt hierbei die Position der Interessengemeinschaft.

 

Neben dem Bau von Autobahnen, Bahnstrecken und Starkstromtrassen musste der Thüringer Wald zudem Platz für Stauseen machen, ein weiterer Eingriff auf kürzestem Weg scheint somit nicht gerechtfertigt, zudem  werden Zweifel über die in Aussicht gestellte Technik laut. Eine Nutzung von HGÜ und/oder einer Erdverlegung haben die künftigen Betreiber schon zu Beginn der Diskussion dementiert.

 

 

Zu dieser Zusammenfassung haben wir nach Absprache unter den Teilnehmern ein Pressemitteilung veröffentlicht.